»Ein Teil von ihr lebte in jedem ihrer Kinder.«

Die Göttin des Lichts war nicht immer eine Göttin. Belana, geboren 2231 v. Chr., gehörte dem Alten Volk an und war eine der Säulen der Natur. Ihre Macht war die Schöpfung.
Erst nach ihrem Aufstieg ins Halis wurde sie zur Göttin Hekate – der Göttin des Lichts.
Jahrzehnte später begann Hekate, die Kinder des Lichts zu erschaffen. Doch sie erschuf sie nicht einfach aus ihrer Magie: Jedes von ihnen entstand aus einem Teil ihrer eigenen Lebensenergie und trug damit einen Teil der Göttin in sich.
Nach und nach wurden die Kinder im Körper eines Menschen wiedergeboren. Ohne jede Erinnerung an ihre wahre Herkunft lebten sie fortan in der Welt der Menschen, wo sie als Hexen bekannt waren.
Dennoch blieb von jedem ihrer Kinder ein dreijähriges Abbild in ihrem Garten im Halis zurück. Starb eines der Kinder in der Welt der Menschen, kehrte es zu ihr in den Garten zurück.
Doch nicht jedes Kind konnte zurückkehren.
Entzog ein Vampir einem Kind des Lichts seine Lebensenergie, verschwand auch dessen Abbild aus dem Garten. Dieser Teil von Hekates Lebensenergie ging damit unwiederbringlich verloren – und mit jedem dieser Verluste wurde auch die Göttin selbst geschwächt.
Wie viele ihrer Kinder kann eine Göttin verlieren, bevor sie selbst daran zerbricht?



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